Physio Therapie Philipp Breitkopf

Am Hauptbahnhof


Schwedische / medizinische Massage


 

Die medizinische Massage ist die älteste Heilkunst der Erde. Bereits seit 3000 vor Christus werden medizinische Massagen als Heilmethode angewendet. Ihren Ursprung haben medizinische Massagen in Asien. Der schwedische Professor Pehr Henrik Ling gründete 1813 das „Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage“. Er entwickelte die Handgriffe der medizinischen Massage, deshalb wird die medizinische Massage (Schwedische Massage) auf ihn zurückgeführt. Durch den holländischen Arzt Johann Georg Mezger wurde ihre medizinische Wirkung bewiesen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese von dem Berliner Orthopäden Prof. Dr. Hoffa eingeführt.

 

 

Methoden der medizinischen Massage

 

Die medizinische Massage wird in fünf verschiedene Anwendungstechniken unterteilt und mit diesen durchgeführt:

  • Streichen
    Auf den Gliedmaßen, dem Rücken und dem Oberkörper werden gleichmäßige Streichbewegungen durchgeführt. Die Bewegungen erfolgen in Richtung des Herzens. Der von zart bis stark ausgeübte Druck begünstigt eine Entspannung der Muskulatur, somit werden der Blutfluss und der Lymphabfluss beschleunigt.
  • Kneten
    Durch das gegeneinander Schieben der Muskeln werden diese gedehnt. Dadurch erfolgt eine Auflockerung des Muskelgewebes. Muskelverhärtungen werden beseitigt. Die Knetmassage entfernt Verspannungen.
  • Reiben
    Bei dieser Technik wendet der medizinische Masseur reibende, kreisende Bewegungen an. Dabei benutzt er Fingerkuppen, Daumen und Handballen. Die Poren öffnen sich und die Blutgefäße erweitern sich. Diese Methode führt zu einer besseren Durchblutung und beseitigt Verhärtungen der Muskulatur.
  • Klopfen
    Um eine bessere Durchblutung der Muskulatur zu erreichen, wendet der Masseur die Klopftechnik an. Durch leichtes Klopfen und Klatschen in gelockerter Weise wird das Nervensystem angeregt.
  • Erschütterungen
    Durch die rhythmische Erschütterung des Körpers werden Ablagerungen mit dem Blut aus dem Körper entfernt.

Diese Anwendungstechniken der medizinischen Massage werden als Ganzkörper- und Teilkörpermassage angeboten. 

 

Wann wird die medizinische Massage angewandt?

  • zur Vorbeugung und Behandlung von Muskelverhärtungen

  • bei rheumatischen Beschwerden

  • bei Arthrosen

  • bei Kopfschmerzen deren Ursache Verspannungen sind

  • bei Stoffwechselablagerungen sowie Durchblutungsstörungen

  • zur Schmerzlinderung

  • bei Verdauungsstörungen, erhöhtem Blutdruck und Depressionen

  • zur Entspannung des Bindegewebes und der Haut

  • zum Stressabbau

 

Bindegewebsmassagen

 

Bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates entsteht eine Spannungsdysbalance und Störung des Stoffwechsels der Unterhaut. Bei der Ausführung der Bindegewebsmassage empfindet der Patient subjektiv ein charakteristisches Schneidegefühl an allen therapierelevanten Stellen. Bei Reizung des Unterhautbindegewebes kommt es direkt zu einem allgemeinen Spannungsausgleich im Unterhautbindegewebe, einer Lösung von Verklebungen sowie einem normalen Aktivitätsmuster der Organe durch Förderung oder Hemmung der vegetativ gesteuerten Organfunktionen.

 

Definitionen:

 

Bindegewebsmassage (BGM)

 

Die Bindegewebsmassage (BGM) gehört zu den Formen der Reflexzonenmassage. Sie kann nicht nur zur Behandlung eingesetzt werden, sondern auch zur Diagnose von Erkrankungen. Man geht bei der Bindegewebsmassage davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels des subkutanen Gewebes entstehen. Um diese Spannung auszugleichen, werden bei der Bindegewebsmassage alle Gewebebereiche, die eine veränderte Spannung oder eine Verklebung aufweisen, über eine besondere Grifftechnik gereizt. Durch diese Reizung des Bindegewebes kommt es zu einer direkten Beeinflussung des vegetativen Nervensystems und indirekt werden die Organe und ihre Funktionen positiv beeinflusst. Neben diesen reflektorischen Wirkungen verbessert die Bindegewebsmassage ebenfalls auch Störungen des Bewegungsapparates.

 

Fußreflexzonenmassage (FRZM)

 

Die Fußreflexzonenmassage (FRZM) gehört ebenfalls zu den Formen der Reflexzonenmassage und ist eine entspannende Druckpunktmassage zur Stimulation von erkrankten Körperbereichen und Organen. Bei der Fußreflexzonentherapie wird angenommen, dass sich der gesamte menschliche Körper, aufgeteilt auf einzelne Reflexzonen, entlang der Fußsohle widerspiegelt. Die Verbindungen über die Fußreflexzonen führen dabei zu allen inneren Organen und durch eine punktuelle Massage der entsprechenden Zonen sollen sich Störungen und Blockaden lösen lassen. Und obwohl bei der Fußreflexzonenmassage nur die Fußsohlen massiert werden, beeinflusst dies nicht nur die Organe positiv, sondern auch das Lymph- und Nervensystem und somit lassen sich die Durchblutung verbessern und die Schmerzen lindern.

 

Sportmassage

 

Die Sportmassage ist eine spezielle Art der Massage zur Leistungssteigerung für aktive Sportler vor Wettkämpfen oder während des Trainings. Der Muskel wird durch die kräftige Sportmassage maximal durchblutet und optimal mit Sauerstoff und Vitalstoffen versorgt. Die Sportmassage vor dem Sport wird schnell und kräftig durchgeführt und bringt die beim anschließenden Sport belastete Muskulatur in eine gewisse Anfangsspannung. Das Verletzungsrisiko wird vermindert. Nach dem Sport wird die Sportmassage mit weichen und langsamen Massagegriffen durchgeführt. Die Behandlung wirkt entschlackend und Stoffwechselprodukte werden ausgeschwemmt. Eine erhöhte Durchblutung der Muskeln durch das Durchführen der Massage nach der sportlichen Belastung führt z. B. zum schnelleren Abtransport von körpereigenen Giftstoffen (z. B. Milchsäure) nach dem Sport. Milchsäure die in die H- Risse der Myofibrillen, sogenannte Microverletzungen gelangt, ist für den Muskelkater verantwortlich. Somit ist die Sportmassage auch in der Regenerationsphase nach dem Sport oder zur Linderung von Muskelschmerzen sehr zu empfehlen.